Die Firmenchronik liest sich wie ein spannender Roman. In den über 125 Jahren Geschichte gab es nicht nur kontinuierliche Aufwärtsentwicklung.
Das Unternehmen Carl Peschke begann 1884 mit einem rasanten Start.
- Jahr 1884
- In Zweibrücken wurden die Unternehmen Maschinenbaugesellschaft Hitschier & Co, die Maschinenfabrik und Hammerwerk C. Peschke
und die Werkzeug- und Maschinenfabrik H. Limbach Erben, deren Fabriken rechts und links der Schillerstraße in Betrieb waren, an der
auch das Unternehmen Carl Peschke ansässig war, zu einem Unternehmen zusammengeführt, und zwar zur Maschinenfabrik Carl Peschke.
Es war damals das größte Unternehmen im Süddeutschen Raum, das sich mit der Entwicklung und Produktion von Baumaschinen
und Bauwerkzeugen beschäftigte.
- Jahr 1890 bis 1893
- Trotz der Zusammenlegung dieser Betriebe, das zur damaligen Zeit eine überdachte Produktionsfläche von 17.000 m2 ergab,
erfolgten bereits 1890 bis 1893 Um- und Erweiterungsbauten.
- Jahr 1898
- Es erfolgte die Inbetriebnahme einer neu-eingerichteten Schmiede, die mit einem mechanischen Hammer ausgestattet war. Das
Produktionsprogramm umfaßte jetzt neben den schon produzierten Erzeugnissen Aufzugmaschinen, Transporteinrichtungen und
Betonmischmaschinen, bei einer Belegschaft von 130 Personen.
- Jahr 1913
- Zwischen den beiden Weltkriegen entwickelte die Firma ihre Erzeugnisse den Erfordernissen der Hochbautechnik entsprechend weiter
und ging Anfang der 30er Jahre auch dazu über, größere Turmdrehkräne zu bauen. Unter dem Warenzeichen "PEKAZETT", sind die
drei Anfangsbuchstaben ausgesprochen für Peschke Karl Zweibrücken, wurde das Unternehmen weit über Deutschlands Grenzen bekannt.
- Jahre 1939-1945
- Jahr 1946
- Nach Beendigung des Krieges - die Zerstörungsschäden waren einigermaßen behoben - kam die Produktion bald wieder in Gang.
- Jahr 1951
- Neben einer Anzahl konstruktionstechnischer Verbesserungen in den bisherigen Erzeugnissen, brachte die Firma 1951 einen Kanal-
Erdaushubkran heraus.
- Jahr 1953
- Die ehemaligen Betriebshallen wurden umgebaut und eine neue Montagehalle geschaffen. Man beschäftigte Anfang der 50er Jahre
ca. 320 Personen. Die Folgejahre standen weiter im Zeichen des baukonjunkturellen Aufschwungs.
- Ende 60er Anfang 70er
- Ende der sechziger Jahre und Anfang der siebziger Jahre hatte allerdings auch das Unternehmen PEKAZETI unter der starken
Wirtschaftsrezession zu leiden, die sich nicht nur in Deutschland sondern über Europa hinaus - auch in Ubersee - bemerkbar machte.
Insbesondere war von dieser Rezession die gesamte Bauwirtschaft betroffen. Das Unternehmen brach zusammen und mußte seine
Aktivitäten auf ein Minimum reduzieren.
- Jahre 1975-1979
- Herr Kurt Rücker, langjähriger und verdienter technischer Betriebsleiter der Firma, übernahm die Produktion und die Produktionsstätte
in der Schillerstraße. Der Erfolg war vorprogrammiert. Schon wenige Jahre darauf beschäftigte das Unternehmen wieder über 100 Personen.
Jährlich werden wieder 200 bis 250 Baudrehkräne und zahlreiche Betonmischer produziert. Im Programm wurden weiter aufgenommen der
Bau von lufttechnischen Anlagen. Auch die eigene Gießerei wurde zu dieser Zeit noch betrieben. Im Zeichen des neuen Aufschwungs wurden
zu dieser Zeit wieder über drei Millionen DM in Neubaumaßnahmen investiert. Die neue Fertigungshalle ist jetzt 130 Meter lang und garantiert
einen reibungslosen Arbeitsablauf, vom Materialabschnitt bis zur Endmontage eines Baudrehkranes. Das geschichts-trächtige Zweibrücker
Unternehmen hat mit seinen technologisch hoch aktuellen Baukränen eine massive Exportnachfrage geschaffen. In Lizenz werden
zwischenzeitlich in vielen europäischen und sogar künftig auch in außer-europäischen Ländern PEKAZETI-Baudrehkräne hergestellt.
Im Stammwerk Zweibrücken stehen weitere Neuentwicklungen auf dem Programm. Die patentierte Einseiltechnik in Verbindung mit
dem abklappbaren Turm hat sich längst als technischer und wirtschaftlicher Vorteil behauptet.
- Jahr 1980
- Auf der BAUMA 1980 wurde wiederum ein neuer Krantyp vorgestellt. Dieser "Neue" hat bei 20 Meter Ausladung noch 1.000 Kilogramm
Tragkraft, ist verlängerbar auf 24 Meter, Ausladung bei 700 Kilogramm Tragkraft und ist mit seinem gesamten Ballast straßenverfahrbar.
Selbst bei guten Bodenverhältnissen ist das Gerät in aufgerichtetem Zustand baustellenverfahrbar. Mittlerweile wurden über eintausend
Kraneinheiten mit diesen Merkmalen im In- und Ausland verkauft.
- Jahr 1981
- Im Jahre 1981 wurde in Dortmund für den Nordwestdeutschen Raum eine PEKAZETT-Niederlassung eröffnet. Mit einem
Investitionsaufwand von weit über einer halben Million Mark haben Firmenchef Kurt Rücker und seine Mitarbeiter die neue Niederlassung
fertiggestellt. Auf einem Areal von 5.000 m2 wurde eine 1.000 m2 große Halle mit Büroräumen errichtet. Diese Investition war nötig
geworden, um die immer zahlreicher gewordene Kundschaft im Ballungsraum Ruhrgebiet und dem angrenzenden norddeutschen Raum
aus nächster Nähe bedienen zu können. Ein Ersatzteillager mit weit über 10.000 Teilen - bis zurück ins Jahr 1935 -;- steht zur Verfügung. - Die Weiterentwicklung von Baudrehkränen und Baumaschinen im weitesten Sinne hat im Unternehmen bis heute nicht stiligestanden
und wird es auch in Zukunft nicht.
- Jahr 1983
- Auf der BAUMA 1983, der international größten BaumaschinenAusstellung, wurde wiederum ein neuer Krantyp vorgestellt.
- Jahr 1984
- Im Jubiläumsjahr 1984 ist die Vorstellung weiterer Neuentwicklungen für den Baumaschinenfachhandel in den modernisierten und
erweiterten Werkshallen im Werk Zweibrücken erfolgt. Im Vordergrund aller Neuentwicklungen des Unternehmens PEKAZETT
steht die Sicherheit und Wirtschaftlichkeit ihrer Kräne und Baumaschinen.
125 Jahre Geschichte bedeutet nicht nur Tradition, sondern Verpflichtung in die Zukunft.
- Jahr 1986 bis heute
- KSD Kransysteme GmbH, im Jahre 1986 gegründet, führt seit 1996 die Untendreher-Kranproduktion in Zweibrücken erfolgreich
bis heute fort.